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AUCH IM JAHR 2010 STARTEN WIR WIEDER UNSERE BELIEBTE AUDIOVISIONS-REIHE MIT INTERNATIONALEN FILMEN UND DIA-VORTRÄGEN:

6.4.2010, 19.30 UHR

TICKETS 12.- pro Person

 

AUGEN AUF FÜR PERU !

Die neue Filmdokumentation

 

Arne Nicolaisen setzt mit dieser hervorragenden Dokumentar-Arbeit die Reihe seiner beliebten Vorträge im DELPHI fort. Weitere Vorträge und Filme sind bereits in Vorbereitung, die entsprechenden Termine entnehmen Sie bitte unserer Website.

 Der unabhängig und selbständig arbeitende Hamburger Journalist, Arne Nicolaisen, bereiste in zahlreichen, ausgedehnten, mehrmonatigen Recherchen, seit 1997 immer wieder die Zentralandenregion von Peru und Ecuador, sowie das Archipel der Galapagosinseln.

Zusammen mit seiner peruanischen Frau Belinda, sind so, neben Fotografien für einen Bildband über Peru, zunächst zwei Dia-Audiovisionsreportagen in aufwendiger Mittelformattechnik über Peru, Ecuador und die Galapagosinseln entstanden, die der Autor selbst live, auf großer Panoramaleinwand einem großen Publikum im deutschsprachigen Raum, gezeigt hat. Seit dem Jahr 2001 sind diese Vorträge immer wieder durch neues Bildmaterial aktualisiert worden. Im Mittelpunkt seiner Arbeit standen von je her, neben den grandiosen Landschaften, vor allem, die so unterschiedlichen Menschen und Kulturkreise der Region.

Das Interesse von Nicolaisen gilt nicht nur den Relikten der Vergangenheit aus Gold und Stein, der einander abwechselnden großen Kulturen von Chavin bis zu den Inkas, derentwegen so viele Menschen das heutige Peru bereisen, sondern gerade auch den Überlieferungen und Riten, die sich bis heute im „Land der Inkas“, erhalten haben.  

Und zu diesen Gebräuchen gehören nicht nur die farbenfrohen Darbietungen der Volksgruppen auf den vielen Festen des Landes und am Vorabend zum Sonnenwendfest ( Inti Raimi ) in Cusco, sondern, beispielsweise auch die alltäglichen Zeremonieabläufe, wie sie auch heute noch, bei Beerdigungen, in den Dörfern und Städten des Andenhochlandes, stattfinden.

Da diese volkstümlichen Abläufe sich eigentlich immer mit oft skurriler, melancholischer Blechbläsermusik, unter Einbeziehung und Verschmelzung von andinen und gleichsam christlichen Elementen vollziehen, kann man, wie Nicolaisen meint, mit dem Medium des bewegten Films, unter Einbeziehung des Originaltons, diese Atmosphäre, sehr viel authentischer wiedergeben, als mit eingefrorenen Bildern.

Durch die rasante Entwicklung der Digitalfotografie und der Einführung professioneller lichtstarker, nunmehr erschwinglicher HD Filmkameras, ist es in den letzten Jahren möglich geworden, zu erschwinglichen Kosten Filme zu erstellen, die in Auflösung und Farbsättigung bei der Projektion, der gewohnten Qualität des 35mm Kinofilms sehr nahe kommen, beziehungsweise, je nach der Qualität der Kinofilmkopie, diese gar übertreffen.

Aus diesen Gründen hat sich Nicolaisen dazu entschlossen von der analogen hochauflösenden Mittelformatprojektion, zum elektronischen bewegten HD Video überzugehen.

Die verkleinerte Größe moderner HD Kameras mit einem Gewicht von 2,5 bis 4 kg machten es ihm darüber hinaus erst möglich, unaufdringlich und trotzdem ganz nah am Geschehen dran zu sein. Auch gerade Freihandaufnahmen des Nachts, bei spärlicher Beleuchtung am Vorabend des Inti Raimi Festes in Cusco, sind nun möglich geworden.

Da in der Digitalprojektion durch die Beschränkung der elektronischen Projektion auf maximal 1920x1080 Pixel zudem die hohen Auflösungen heutiger Digitalfotoapparate auf maximal zwei Megapixel reduziert werden, erscheinen derzeit feste Fotos in der Projektion nicht schärfer, als bewegter authentischer HD-Film mit Liveton.

Mit Blick auf die neue Peru-Filmproduktion ergaben sich so für Nicolaisen faszinierende Möglichkeiten, einer traditionellen Beerdigungszeremonie mit der lauten melancholischen Blechbläsermusik im Andenstädtchen Pukio auf dem Zentralfriedhof ebenso beizuwohnen, wie das Nachtleben in der Megametropole Lima einzufangen.

Die Touristenmetropole Cusco kontrastiert mit dem nur wenige Kilometer entfernten Örtchen Maras, das nicht nur idyllisch über dem Urubambatal vor der Andenkordillere thront, sondern in dessen Umfeld die Bewohner, neben der traditionellen Landwirtschaft, auch der uralten Form der Salzgewinnung nach Inka Tradition nachgehen. Im weiteren beleuchtet der Film die Lebensweise der Aimara–Fischer am Titicacasee, vor der grandiosen Kulisse der verschneiten Königskordillere, die schon auf bolivianischer Küstenseite liegt, ebenso, wie die Kirchen in der Hochebene des Altiplano, sowie das Kloster Santa Katalina in der Wüstenstadt Arequipa.

Neben Ausflügen von Lima auf der Straße der Gefahren über die Andenpässe ins zentrale tropische Tiefland, in die Region Chanchamayo, streift Nicolaisen auf dem Weg nach Norden, auch die Überreste der ältesten Stadt auf dem ganzen amerikanischen Kontinent, Caral. Über die lebenslustige Küstenmetropole Trujillo, mit den nahe gelegenen Tempeln und Ausgrabungen der Moche und Chimu Kultur, die weit vor den Inkas existierten, gelangt er, auf oft durch Erdrutsche behinderten Straßen, über zunächst tropische Täler, in die weit abgelegene Ruinenstadt Kuelap der Chachapoya, die wiederum in den Anden liegt und bisher kaum besucht wird, aber mindestens ebenso faszinierend ist, wie das bekannte Machu Picchu der Inka.

Auf seinem letzten Stück der Reise, besucht der Hamburger Journalist, mittlerweile begleitet von seiner peruanischen Frau und der gemeinsamen sechsjährigen Tochter, die subtropische Metropole des Nordens „ Piura“ und abschließend den Vogelnationalpark „Manglares del Tumbes“ in der Mangrovenküste Peru´s, an der Grenze zu Ecuador.   

In Peru kontrastieren extreme Landschafts- und Klimazonen oft regional sehr dicht beieinander gelegen miteinander, genauso wie deren unterschiedliche Kulturen, die in den großen Städten dann wieder scheinbar verschmelzen. 

 


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